Vergleich

Ausschreibungssoftware im Vergleich

Werkzeuge für öffentliche Ausschreibungen unterscheiden sich weniger im Funktionsumfang als in der Frage, an welcher Stelle des Prozesses sie ansetzen. Diese Seite ordnet die Anbieter nach Abdeckung, Zielgruppe und Ansatz ein — und nennt die Kriterien, die bei der Auswahl wirklich den Unterschied machen.

In eigener Sache: VergabeRadar ist selbst Anbieter in diesem Markt. Wir vergleichen deshalb nur, was auf den Websites der Anbieter öffentlich nachprüfbar ist, geben Angaben zur Abdeckung als das wieder, was sie sind — Herstellerangaben — und reproduzieren keine fremden Preise, die morgen veraltet sein können. Wofür VergabeRadar nicht die richtige Wahl ist, steht weiter unten.

Stand: 27. Juli 2026 — alle Angaben zu diesem Zeitpunkt auf den Anbieterseiten geprüft.

Drei Dinge, die oft verwechselt werden

Nicht jede Software, die im Zusammenhang mit Ausschreibungen genannt wird, tut dasselbe. Vergabeplattformen wie die e-Vergabe des Bundes oder die Portale der Länder sind der Ort, an dem Verfahren ablaufen und Angebote eingereicht werden — sie sind für Bieter kostenlos und nicht ersetzbar. Klassische Ausschreibungsdienste bündeln Bekanntmachungen redaktionell und liefern sie als Rechercheabo. Monitoring- und Matching-Werkzeuge — um die es auf dieser Seite geht — setzen darauf auf und versuchen, aus der Masse die für ein Unternehmen relevanten Ausschreibungen herauszufiltern.

Überblick über die Vergabeportale in Deutschland →

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Vier Fragen, die mehr über die Eignung aussagen als jede Funktionsliste.

Abdeckung oder Treffgenauigkeit?

Große Portalzahlen klingen gut, erzeugen aber auch mehr Rauschen. Entscheidend ist, ob die Quellen erfasst werden, in denen Ihre Aufträge tatsächlich veröffentlicht werden — für viele Mittelständler sind das deutsche Bekanntmachungen samt Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte.

Ist die Bewertung nachvollziehbar?

Fast alle Anbieter werben mit KI. Fragen Sie nach, warum ein bestimmter Treffer angezeigt wird. Wenn sich das nicht beantworten lässt, können Sie weder das Ergebnis prüfen noch das Suchprofil gezielt verbessern.

Nur finden — oder auch anbieten?

Manche Werkzeuge hören beim Treffer auf, andere schreiben das Angebot mit oder rechnen Leistungsverzeichnisse. Je weiter hinten im Prozess ein Werkzeug ansetzt, desto teurer und erklärungsbedürftiger wird es meist.

Passt das Preismodell zur Nutzung?

Feste Monatsgebühr, Preis je qualifiziertem Treffer oder Erfolgsbeteiligung — jedes Modell belohnt anderes Verhalten. Achten Sie außerdem darauf, ob der beworbene Einstiegspreis schon die Abdeckung enthält, die Sie brauchen.

Die Anbieter im Überblick

Aufgenommen sind Werkzeuge für den deutschen Markt, deren Angaben sich auf ihren eigenen Websites nachprüfen lassen. Preise nennen wir bewusst nicht: Sie ändern sich, und ein veralteter Betrag wäre irreführend. Stattdessen finden Sie den Hinweis, ob der Anbieter seine Preise überhaupt öffentlich ausweist — und den Link, um sie selbst nachzulesen.

VergabeRadar

Unser Produkt
Abdeckung
Deutschland und EU, mit Schwerpunkt auf den zentralen Bekanntmachungsquellen — einschließlich nationaler Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte.
Zielgruppe
Mittelständische Unternehmen und Dienstleister, die öffentliche Aufträge ohne eigenes Vergabeteam erschließen.
Ansatz
Regelbasierter Passungs-Score von 1 bis 5 aus CPV-Codes, Suchbegriffen und Zielregionen. Jeder Treffer weist aus, welche Signale zu seiner Bewertung geführt haben; eine semantische KI-Prüfung ergänzt sie.

Preise auf der Website ausgewiesen. Zu unseren Preisen

Patterno

Abdeckung
Europaweit, nach eigenen Angaben über 4.500 Portale in 29 Ländern.
Zielgruppe
Branchenübergreifend von IT und Beratung bis Bau und Pharma, mit Tarifen bis zur Enterprise-Stufe.
Ansatz
KI-Bewertung jeder Ausschreibung gegen das Unternehmensprofil, Analyse der Vergabeunterlagen, Unterstützung bei der Angebotserstellung sowie Wettbewerbs- und Marktanalysen.

Preise auf der Website ausgewiesen; die europaweite Abdeckung beginnt erst oberhalb des Einstiegstarifs. Anbieterseite

Tendit

Abdeckung
Deutschland und EU, nach eigenen Angaben über 100 Quellen.
Zielgruppe
Mittelständische IT-Dienstleister, laut Anbieter mit 10 bis 200 Mitarbeitenden.
Ansatz
Semantisches Matching statt reiner Stichwortsuche, dazu Eignungs- und Risikoeinschätzung. Auf Wunsch übernimmt der Anbieter die Angebotsbearbeitung.

Preise auf der Website ausgewiesen, unter anderem ein nutzungsabhängiges Modell je qualifiziertem Treffer. Anbieterseite

BidFix

Abdeckung
DACH und EU, nach eigenen Angaben über 100 Portale.
Zielgruppe
Branchenübergreifend, unter anderem IT, Bau, Beratung, Gesundheitswesen und Handwerk.
Ansatz
Deckt den gesamten Ablauf ab — von der Suche über die Kriterien- und Risikoanalyse bis zum Ausfüllen der Angebotsunterlagen. Der Anbieter weist eine ISO-27001-Zertifizierung aus.

Keine Preise auf der Startseite; kostenlose Testphase angegeben. Anbieterseite

BlackSwanAI

Abdeckung
Deutschland, mit Schwerpunkt auf der Auswertung der Vergabeunterlagen statt auf der Suche.
Zielgruppe
Bieter und Vergabestellen mit deutlicher Nähe zu Bau und Fertigung (GAEB-, VOB-Unterstützung).
Ansatz
Analyse einer Ausschreibung aus mehreren Perspektiven, darunter Bid/No-Bid-Empfehlung, Risikoanalyse und offene Fragen.

Individuelle Konditionen nach Volumen, Preise auf Anfrage. Anbieterseite

Wofür VergabeRadar nicht die richtige Wahl ist

Ein Vergleich, in dem der Herausgeber überall am besten abschneidet, ist keiner. Diese Punkte sprechen gegen uns — oder zumindest für eine andere Lösung.

  • VergabeRadar erstellt keine Angebote. Es findet und priorisiert Ausschreibungen und erklärt die Passung — das Schreiben des Angebots bleibt bei Ihnen.

    KI-gestützte Angebotserstellung steht auf der Roadmap und ist in Vorbereitung.

  • Für die Kalkulation von Leistungsverzeichnissen im Bau (GAEB, AVA) ist VergabeRadar nicht gedacht. Dafür sind spezialisierte Werkzeuge die bessere Wahl.

  • Wer systematisch in vielen EU-Ländern bietet, braucht eine breitere Portalabdeckung, als VergabeRadar heute bietet. Der Schwerpunkt liegt auf dem deutschen Markt und den EU-weiten Bekanntmachungen.

    Der Ausbau weiterer Quellen ist eingeplant.

  • VergabeRadar ist kein Vergabeportal. Ihr Angebot reichen Sie weiterhin auf der Plattform der jeweiligen Vergabestelle ein.

Wofür VergabeRadar gebaut ist: Unternehmen, die öffentliche Aufträge erschließen wollen, ohne ein eigenes Vergabeteam zu unterhalten — und die nachvollziehen wollen, warum ihnen eine Ausschreibung vorgeschlagen wird.

Selbst ausprobieren statt vergleichen

Im Demo-Termin sehen Sie an echten Ausschreibungen, welche Treffer VergabeRadar für Ihr Unternehmen findet — und wie jede Bewertung zustande kommt.

Kostenlosen Demo-Termin vereinbaren